Stefanie Schachtl auf der Bayerischen Meisterschaft

Ludwig Maier (ludwig) on Jul 12 2015

Am 11. Juli 2015 schrieb Stefanie Schachtl Vereinsgeschichte. Sie ist die Erste der Grenzlandschützen, die sich mit dem Luftgewehr für die Bayerischen Meisterschaften qualifiziert hat. Nach dem sich Stefanie mit einem sehr guten Ergebnis auf der Gauebene für die Niederbayerische Meisterschaft qualifiziert hatte, war die Freude groß. Es war schon etwas Besonderes sich auf der Bezirksebene mit anderen Schütz/innen zu messen. Dass sie dann allerdings die Nerven behielt und ein Ergebnis ablieferte, das für die Bayerische Meisterschaft ausreichte war grandios.

Am Samstag den 11. Juli um 8.00 Uhr startete eine kleine Gruppe der Grenzlandschützen Richtung Garching/Hochbrück zur Olympia-Schießanlage. Jugend-Trainer, Schützenmeister, Ehrenschützenmeister und Vanessa Limmer begleiteten Stefanie bei ihrem Gang, um sich mit den besten Schütz/innen der Schülerklasse auf bayerischer Ebene zu messen. Im Vorfeld hatte sich Martin Freudenreich noch viel Zeit genommen, um Stefanie auf den Weg vorzubereiten und hatte einige Male mit ihr trainiert. Anschlag, Haltung, Rhythmus – und immer Ruhe bewahren. Das hat sie dann auch sehr schön am Stand umgesetzt. Allerdings sind derart viele fremde Einflussfaktoren in der Schießanlage zu bewältigen, dass die beste Vorbereitung hier kaum ausreichend ist. Die Anlage umfasst 100 Schießstände. Dazu kommt das Begleitpersonal der Schütz/innen und man darf nicht vergessen – es ist die Bayerische Meisterschaft. Dass hierbei die Anspannung groß ist, sollte jedem klar sein. Stefanie hat sich sehr gut geschlagen und mit einem Ergebnis von 156 Ringen eine respektable Leistung abgeliefert. Doch all dies wurde durch den tollen Tag, den wir erleben durften nahezu nebensächlich. Alleine einmal dabei gewesen zu sein ist ein wunderbares Gefühl. Vielen Dank an Stefanie für diese einmalige Geschichte.

Angekommen auf der Olympia-Schießanlage in Hochbrück. Erst mal orientieren und die notwendigen Vorbereitungen treffen.Die Startkarte – ein wichtiges Utensil in der ganzen Geschichte.Dann geht es erst einmal zur Waffenkontrolle und Anmeldung. Ein paar Tipps und Ratschläge für das nächste Mal und schon haben wir die Startberechtigung für Stefanie.Dann heißt es warten. Eine Stunde vorher sollte man an der Anmeldung sein. Wir saßen gemütlich beisammen und plauderten. Das Wetter war auch sehr schön und somit konnten wir am Stand der Schützenjugend ein wenig entspannen.50 Stände auf jeder Seite und in der Mitte das gesamte Begleitpersonal. Der Lärmpegel ist sehr hoch in der Halle. Gut, das die Halle klimatisiert war.Die „Schlachtenbummler“ aus Steinbach. Noch ein paar kurze Gespräche bevor es dann ernst wird.Die letzten Vorbereitungen – Freudi richtet nochmals die Maßeinheit für den Stand von Stefanie. In Kürze beginnt die Meisterschaft mit den Probeschüssen.… und los geht es. Die ersten Probeschüsse sind zu hören. Stefanie macht den Eindruck, als ob sie noch nie was anderes gemacht hätte.Puh – wieder ein Zehner – das fördert das Selbstbewusstsein. Dennoch die Anspannung ist einfach riesig.Wir haben zwei Durchgänge gesehen. Das waren knapp 200 Schütz/innen – und Stefanie war die Einzige, die keine Schießhose hatte. Die (technischen) Hilfsmittel sind teilweise enorm. Stefanie nahm das ganze cool.… und wieder eine Neun. Wir standen im Hintergrund und bewunderten Stefanie. Gleichzeitig diskutierten wir unsere Nervosität, wenn wir schießen müssten.Endstand bei 156 Ringen – doch dies war fast nebensächlich. Wir – insbesondere Stefanie – waren dabei und hatten einen unvergesslichen Tag. Auf dem Heimweg sind wir noch eingekehrt und haben über das einmalige Erlebnis geplaudert.

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