Nikolaus besucht die Grenzlandschützen

Ludwig Maier (ludwig) on Dec 13 2015

Am 12. Dezember besuchte der Nikolaus die Grenzlandschützen und sorgte für ausgezeichnete Stimmung im Herbergslokal Nitzl in Steinbach. Der Abend begann mit einem Gaudi-Schießen für die jüngsten Nachwuchsschützen, an dem unsere Anfänger einige Preise ausschießen konnten. Kurz nach 20:00 Uhr eröffnete Schützenmeister Freudenreich den Abend und lud die Anwesenden zum Essen für die geleistete Arbeit am Bergfest ein. Nach dem Essen stand der Besuch des Nikolauses in Steinbach an.

Um ca. 21:30 Uhr betrat der heilige Mann in Begleitung eines fragwürdigen Engels den Saal im Herbergslokal. Mit großer Spannung wurde den Ausführungen des Nikolauses gelauscht, da die Verfehlungen der Schützen/innen des letzten Jahres hier wieder ans Licht kamen. Die Sünden, die nach Auskunft des heiligen Mannes überwiegend auf den übermäßigen Konsum berauschender Getränke zurückzuführen sind, wiegen manchmal schwer – meist sind es jedoch nur kleine Fehler. Da werden Menschen wach und haben keine Ahnung wo sie sind, oder wie sie dahin kamen, da werden Kinder vergessen, da werden Erdbeben fabriziert oder einfach nur unflätige Bemerkungen über Damen über 50 gemacht.

Alles in Allem hat der Nikolaus sowohl Lob als auch Tadel in seinen Ausführungen vorbringen können. Der in Reim-Form vorgetragene Bericht ist immer wieder bewundernswert und sowohl Jung als auch Alt freute sich über den Besuch. Nach dem Besuch gab es noch Gaben für die Schützen und es dauerte – wie so oft – bis in die Morgenstunden, bis sich die Gesellschaft auflöste.

Voller Spannung wurde das Eintreffen des heiligen Mannes erwartet. Die Begleitung ist jedes Jahr eine Überraschung. Der Grambus ist angeblich in Behandlung, da der Besuch in Steinbach seinem Seelenheil schadet. Das Engelchen „Geraldine“ war aber eine würdige Alternative.Erst wurde eine Runde durch den Saal gemacht, damit klar war, wer anwesend ist. Hier bekamen die vorlauten Mitglieder schon die ersten „Zuwendungen“ von Geraldine zu spüren.In der Muppets-Show sitzen Waldorf und Stettler auf dem Balkon. In Steinbach kamen Reinhard, Martin und Klaus auf den Logenplatz. Da letztes Jahr die Damen diesen Platz einnehmen durften, kamen dieses Jahr die Herren der Schöpfung dran. Die Begründung, warum gerade diese drei ausgewählt wurden, bleibt dem Betrachter überlassen.Wie jedes Jahr mussten die RWK-Mannschaften nach vorne und sich die mahnenden Worte des Nikolauses hinsichtlich des Alkohol-Konsums anhören. Während die Jugend noch auf einem tugendhaften Pfad ist, gibt es bei den Schützenklasse-Mannschaften gelegentliche Ausrutscher. Lob gab es für das Engagement der sieben Mannschaften.Als Schriftführer musste sich Tobi das eine oder andere anhören. Eine verschwundene Auswertmaschine die nicht verschwunden war sorgte genauso für Gelächter, wie der hochrote Kopf, der angeblich vom Schweißen kam. Der Nikolaus hatte da ganz andere Dinge zu berichten, die eher mit seiner Freundin Lisa zu tun hatten.Der Treppen-Lifter wird wohl unumgänglich werden. Nicht nur dass dann die betagten Mitglieder des Vereins Auflage-Schießen können – auch der Wirt könnte sich dann wieder in den Keller begeben, um die Schießabende für die Vereinswertung voll zu bekommen.Das Bergfest sorgte natürlich für viel Material. So gibt es verkappte Rivalitäten zwischen der Küche im Wirtshaus und der Küche im Zelt. Tina hat sich hier zu einer despektierlichen Aussage hinreißen lassen, die der Nikolaus natürlich aufgreifen musste. Reinhard war der Joker für den Kassier Anderl. Dass der Kassier jammert und das Geld zusammenhält, ist nichts Besonderes. Allerdings meinte der Nikolaus, dass es eine neue Luftpistole für den Ehrenschützenmeister schon im Budget enthalten gewesen wäre.Der Geburtstag von Gitte konnte vom Nikolaus natürlich nicht ignoriert werden. Hier wurde in Steinbach eine gehörige Menge Weißbier umgesetzt. Das Gitte etwas „Seegang“ hatte, als sie dann nach Hause kam, ist nicht unbemerkt geblieben. Unterstützung beim Weißbier bekam sie von Tina.Michael musste als Joker für seinen Vater herhalten. Der wiederum meinte dass man im Schlafzimmer bei Frauen ab 50 die Brille absetzen sollte und das Licht ausmachen sollte. Das konnte der heilige Mann so nicht im Raum stehen lassen.Paula hatte die geistreiche Idee in den Pool vom Berni zu springen. Glücklicherweise ist diese Idee nicht in die Tat umgesetzt worden. Dennoch meinte der Nikolaus, dass dies vielleicht nicht die Beste aller Ideen ist, da es eventuell zu Missverständnissen führen kann, wenn sich des Nächtens Paula wie eine Nymphe im Pool in Peterau räkelt.Hier haben wir zwei Joker – Martin für Markus und Robert für Franz. Die Tollemogei in Geisenhausen hat zu dieser Situation geführt. Franz wurde in einem Zimmer wach und hatte keine Ahnung wo er war und wie er da hinkam. Geistesgegenwärtig rief er mit dem Handy den Markus um Hilfe – er solle ihn abholen. Das war allerdings schwierig, da die Adresse nicht bekannt war. Die Angabe, dass ein Billard-Tisch im Schlafzimmer stehe und dass der Kurze auch da ist, war nicht sehr hilfreich.Wieder war das Bergfest der Hintergrund für einen Besuch auf dem Büser-Scheit. Maxi, Simon, Stefan und Markus hatten bei der Zeltwache den einen oder anderen Schwank auf Lager, der den beteiligten Mädchen nicht unbedingt gefallen hat. Die Luft aus der Luftmatratze zu lassen fanden die Betroffenen nicht allzu komisch.Beim Rundenwettkampf der Junioren bereiteten sich die Schützinnen auf den Kampf vor. Plötzlich kamen Geräusche aus der Kammer neben der Umkleide. Als Melanie den vermeintlichen Einbrecher suchte, stand sie plötzlich einem Kerl in Boxershorts gegenüber, der eigentlich nur Duschen wollte.Unser Schützenmeister traf ins Schwarze – allerdings nicht auf der Schützenscheibe. So wird im Frühjahr nächsten Jahres Nachwuchs in Weiher erwartet, was sich auf die Leistungen im Schützensport ein weinig nachteilig auswirkte. Tina und Ludwig haben sich einen Fernseher ins Schlafzimmer geholt. Hier musste der heilige Mann spekulieren, welches Programm dort läuft. Es war von Peitschen und eventuellen Aufzeichnungen aus dem Sportkanal nach Mittennacht die Rede.Das High-Light des Abends war wohl der vergessene Sohn. Nach einer Veranstaltung in Steinbach fuhr die Familie Sachs nach Hause. Alfred zählte zwei Kinder im dunklen Auto und dachte „vollzählig – wir können fahren“. Zuhause bekam er dann einen Anruf von der Wirtin, das sein Sohn noch in Steinbach verweilt und auch gerne nach Hause möchte. Dass da Melanie im Auto saß und nicht Roland, wurde erst klar als er darauf hingewiesen wurde. Sein Kommentar: „O-ha!“Jung und Alt war in Steinbach und lauschte den Ausführungen des Nikolaus. Der Saal war voll und die Stimmung hervorragend gut. Insbesondere unsere Nachwuchsschütz/innen waren gut vertreten.Jeder zittert und befürchtet, dass seine Sünden öffentlich werden. Das meisterhafte Gespür unseres Nikolauses für die Situationen des Alltags und die pointierte und witzige Umsetzung bei der Nikolausfeier in Steinbach ist immer wieder bemerkenswert und wird jedes Jahr aufs Neue herbeigesehnt. Jeder hat Bammel vor dem Büser-Scheit, aber ebenso schlimm ist es, nicht erwähnt zu werden. Die Vorstandschaft bedankt sich beim Nikolaus und seinen Helfern für den gelungenen Abend.

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