Strohpacklerschießen 2015

Ludwig Maier (ludwig) on Jan 10 2015

In guter Tradition wurde auch in der Saison 2014/15 ein Strohpackerlschießen veranstaltet. Insgesamt nahmen 54 Schützinnen und Schützen an dieser sehr kurzweiligen Veranstaltung teil. Gestartet wurde bereits um 18:00 Uhr mit den Nachwuchsschütz/innen unter 16 Jahren. Hier beteiligten sich 16 Jugendliche an den Schießen. Geschossen wurde auf Christbaumkugeln, in denen die Nummer für die Platzierung gesteckt hatte. Die Kreativität beim Packerl-Bauen geht offensichtlich schon bei der Jugend los. Das kurioseste Packerl war wohl ein völlig verschraubtes Nachtkästchen.

Ab 20:00 Uhr wurde dann der zweite Durchgang für die über 16 jährigen gestartet. Auch hier wurden die Platzierungen der 38 Teilnehmer durch das Zerschießen von Christbaumkugeln ermittelt.

Was die Schütz/innen nicht wussten, war dass die Reihenfolge einfach von links nach rechts festgelegt war. Dementsprechend groß war auch die Überraschung und die Belustigung der Grenzlandschützen. Was die Verpackung der Päckchen betraf, deren Inhalt im Durchschnitt 10 Euro betrug, war die Kreativität und die schwergewichtige Materialauswahl um einiges heftiger als in den Jahren davor. Von verschweißten Metallboxen bis verschraubten und verleimten Holzkisten war alles geboten und das in beachtlicher Anzahl. Viele Packerl hatten Anweisungen und detaillierten Beschreibungen zur Öffnung des Kunstwerks. In Wachs eingegossene Cent-Münzen und ein Geschicklichkeitstest in einem ausgehöhlten Baumstamm – alles wurde von unserem Schützenmeister-Paar geöffnet und den Gewinnern übergeben. Erschwerend wurde unserem Schützenmeister dann auch noch das Werkzeug gestohlen, was nicht nur Zeit sondern auch die Nerven des Schützenmeisters kostete. Zu guter Letzt konnte der Inhalt des letzten Packerls um kurz nach 23:00 Uhr dem letzten Gewinner übergeben werden und der Schützenmeister beendete den Abend mit einem großen Dank an die Mitwirkenden und einigen Terminhinweisen für die nächsten Wochen. Natürlich dauerte es dann noch einige Stunden bis sich die letzten Grenzlandschützen in die stürmische Nacht hinaus wagten um den Heimweg anzutreten.

Die Nachwuchsschütz/innen der Grenzlandschützen haben sich richtig ins Zeug gelegt. Das verschraubte Nachtkästchen war schon eine großartige Idee. Unser Schützenmeister meinte nur: „Wenn das schon so los geht …“Die unter 16 jährigen haben bereits um 18:00 Uhr mit dem Packerlschießen begonnen. Der Wert eines Packerls sollte fünf Euro betragen. 16 Jungschütz/innen haben sich beteiligt und ihren Spaß dabei gehabt.2. Schützenmeisterin Tina Seisenberger und Schützenmeister Martin Freudenreich waren gut gerüstet für die Packerlflut. Bei der Jugend hatten sie einen Vorgeschmack auf den kommenden Abend.Dieses Bild eröffnete sich den Schütz/innen im Stand als sie um die Platzierungen schießen mussten. Das Ziehen einer Karte war nur Ablenkungsmanöver. Die Christbaumkugeln waren von links nach rechts durchnummeriert und so wurden auch die Plätze vergeben.Wie viele andere auch, benötigte Franz nur einen Schuss um die Kugel zu treffen. Vielen hat es auch sichtlich Spaß gemacht, die Kugel zum „explodieren“ zu bringen.Eine verschweißte Stahlbox war eines der ersten Packerl. Martin hatte wohlweißlich schon die Flex dabei, da er für alles gerüstet sein wollte. Dumm, dass sein Werkzeug dann gestohlen wurde und nur mit zähen Verhandlungen wieder beschafft werden konnte.Holzkisten aller Art. Hier die erste, die Probleme bereitet hat. Ihr sollten noch viele an diesem Abend folgen. Die Schrauben wurden mit Industriekleber zugeschmiert oder gar ausgebohrt, damit kein Schraubendreher etwas nützte.Tina in Aktion. Mit Brecheisen und vollem Körpereinsatz wurden die Packerl bearbeitet. Ihre Jacke flog ziemlich bald in die Ecke.Dieses Packerl war der Gewinner des Abends. Ein Baumstamm, der ausgehöhlt war und erst mal mit Brettern verschraubt wurde. Das Innenleben gestaltete sich aber dann noch viel kurioser.Auch wenn der Tobi am Ende des Abends meinte, es war eigentlich schnell fertiggestellt, so war die Idee einfach genial. Wie bei einem Geduldsspiel konnte immer nur ein Stäbchen herausgezogen werden. Die Stäbchen waren mit Nägeln versehen, die das ganze kompliziert machten.Natürlich gab es für unsere fleißigen Packerl-Öffner immer wieder Mal eine Stärkung zwischendurch. Mit Quizfragen und Anweisungen wurde nicht gespart. Tina freute sich immer wieder, wenn ein Packerl die Aufschrift „Oben“ hatte, damit sie weiß, wo sie ansetzen musste.Hier hatte Martin mit diversen Klebern zu tun. Die Handschuhe waren dringend notwendig, da der Baukleber teilweise noch nicht abgebunden hatte. Auch der Holzleim, der zwischendurch auftauchte konnte sich so nicht an seinen Fingern festsetzen.Holzkisten über Holzkisten. So viele festverschraubte und verleimte Packerl hatten wir schon lange nicht mehr. Teilweise musste hier filigran und teilweise mit roher Gewalt ans Werk gegangen werden. Das zog sich dann auch gelegentlich hin, bis der Gewinner des Packerls wusste, was er gewonnen hatte.Insgesamt haben sich 38 über 16 jährige Grenzlandschütz/innen am Schießen beteiligt. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Veranstaltung den Mitgliedern des Vereins Spaß macht. Vorne sind die zwei Schützenmeister bei ihrem vollen Einsatz zu sehen.Die Einen arbeiten und die Anderen kommentieren das Ganze. Hier die Riege der Kommentatoren, die wie Waldorf und Stadtler vom Balkon aus Anweisungen und Kommentare liefern.Packerl mit Luftballons waren auch dabei. Der Ideenreichtum der Vereinsmitglieder ist schier unerschöpflich. Natürlich gab es auch viele Packerl, die sich relativ einfach öffnen ließen. Diese wurden von unseren Packerl-Öffnern regelrecht gefeiert.In Wachs gegossen. Nicht nur dass die Münzen in diesem Wachsstock durcheinander verteilt waren, es war auch ein Drahtgeflecht in diesem Wachsklumpen mit eingegossen. Diese „Verpackung“ stellte Tina vor eine richtige Herausforderung.Zwischen Durch gab es dann immer wieder eine Stärkung für unsere Schützenmeister, damit sie wieder Kraft tanken und neuen Mut fassen. Tina meinte zur Wirtin: „lass das Eis weg – das verwässert die Geschichte nur und die Zitrone braucht’s auch nicht – so viele Vitamine brauch‘ ich nicht.“Beim letzten Packerl angekommen hat der Martin seine gute Laune noch nicht verloren. All die Schwierigkeiten – gestohlenes Werkzeug – schwer zu öffnende Packerl – Kommentare aus dem Hintergrund – alles haben er und Tina gut weggesteckt. Ein schöner Abend, der viel Spaß gemacht hat.

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