In guter Tradition wurde auch in der Saison 2014/15 ein Strohpackerlschießen veranstaltet. Insgesamt nahmen 54 Schützinnen und Schützen an dieser sehr kurzweiligen Veranstaltung teil. Gestartet wurde bereits um 18:00 Uhr mit den Nachwuchsschütz/innen unter 16 Jahren. Hier beteiligten sich 16 Jugendliche an den Schießen. Geschossen wurde auf Christbaumkugeln, in denen die Nummer für die Platzierung gesteckt hatte. Die Kreativität beim Packerl-Bauen geht offensichtlich schon bei der Jugend los. Das kurioseste Packerl war wohl ein völlig verschraubtes Nachtkästchen.
Ab 20:00 Uhr wurde dann der zweite Durchgang für die über 16 jährigen gestartet. Auch hier wurden die Platzierungen der 38 Teilnehmer durch das Zerschießen von Christbaumkugeln ermittelt.
Was die Schütz/innen nicht wussten, war dass die Reihenfolge einfach von links nach rechts festgelegt war. Dementsprechend groß war auch die Überraschung und die Belustigung der Grenzlandschützen. Was die Verpackung der Päckchen betraf, deren Inhalt im Durchschnitt 10 Euro betrug, war die Kreativität und die schwergewichtige Materialauswahl um einiges heftiger als in den Jahren davor. Von verschweißten Metallboxen bis verschraubten und verleimten Holzkisten war alles geboten und das in beachtlicher Anzahl. Viele Packerl hatten Anweisungen und detaillierten Beschreibungen zur Öffnung des Kunstwerks. In Wachs eingegossene Cent-Münzen und ein Geschicklichkeitstest in einem ausgehöhlten Baumstamm – alles wurde von unserem Schützenmeister-Paar geöffnet und den Gewinnern übergeben. Erschwerend wurde unserem Schützenmeister dann auch noch das Werkzeug gestohlen, was nicht nur Zeit sondern auch die Nerven des Schützenmeisters kostete. Zu guter Letzt konnte der Inhalt des letzten Packerls um kurz nach 23:00 Uhr dem letzten Gewinner übergeben werden und der Schützenmeister beendete den Abend mit einem großen Dank an die Mitwirkenden und einigen Terminhinweisen für die nächsten Wochen. Natürlich dauerte es dann noch einige Stunden bis sich die letzten Grenzlandschützen in die stürmische Nacht hinaus wagten um den Heimweg anzutreten.